Interview mit Monika Huisgen

Interview mit Life-Coach Monika Huisgendieses Foto zeigt Monika Huisgen

Liebe Monika, schön, dass Du Dir die Zeit nimmst  um ein paar Fragen zu Deiner Arbeit zu beantworten:

Du hast ja einen Master in Germanistik/Politik/Religionswissenschaften und jetzt arbeitest Du als Life- und Job-Coach. Was hat Dich dazu gebracht außer dass Du wieder mit Menschen arbeiten wolltest?

Ich habe vor meinem Studium in der Modebranche gearbeitet und merkte dann, dass dies für mich auf Dauer keine Perspektive war. Die Arbeit war sehr schnelllebig und Stress behaftet und die Beratung bezog sich oft nicht nur auf Modefragen, sondern ging tiefer bis hin zu Sinnhaftigkeit und Lebensberatung. Das hat mich ausgebrannt.

Ich habe mich dann beruflich umorientiert und mein Studium aufgenommen. Während der Studienzeit habe ich als freie Journalistin gearbeitet und bekam Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen und deren Leben, Bedürfnissen, Problemen und Fragestellungen. Im Laufe dieser Arbeit hatte ich ein Gefühl der Eingebung, ich konnte über meine Artikel Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Und das wollte ich weiter ausbauchen, und zwar direkt im Gespräch mit Klienten.

Was wäre ein Thema mit dem ich zu Dir kommen könnte für Life Coaching?

Es kommen Fragen zu Familie/Beruf, warum bin ich unglücklich oder unzufrieden.
Es können persönliche allgemeine Themen sein, wie z. B. die Richtung des bisherigen Lebens passt nicht mehr, Orientierungslosigkeit.

Es gibt aber auch konkrete Fragestellungen, wie Studienplatzwahl, Beziehungsthemen, gestörte Kommunikation (Streitgespräche in Familie/Beruf), Persönliche Entwicklung

Tendenziell nehmen Frauen mittleren Alters eher ein Coaching in Anspruch.

Was ist der Unterschied beim Life bzw. Job Coaching?

Es gibt keinen konkreten Unterschied, „Störungen oder Ungleichgewicht“ im privaten haben Auswirkungen auf den beruflichen Alltag und umgekehrt. Man kann den einen Bereich nicht vom anderen trennen, man versucht ihn zu verdrängen und dadurch entstehen dann störende „Wechselwirkungen“.

Beim Life-Coaching schaue ich zum einen auf das Innere des Klienten, wie z. B. das „Innere Kind“. Beim „Inneren Kind“ handelt es sich um eine unserer Teilpersönlichkeiten, die uns ein Leben lang begleitet. Das kann sein: unser Richter oder anders ausgedrückt unser Leiter, unser Perfektionist also übertriebenes Streben nach Perfektion und Fehlervermeidung. Zum anderen auf das Außen, wir beleuchten das Umfeld, wie Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen usw.

Beim Job-Coaching sollte der Klient erst einmal für sich klar haben, wo er beruflich steht, ob die Unzufriedenheit mit ihm selbst oder seinem beruflichen Umfeld zu tun hat, z. B. neue Kollegen, Veränderungen in der Firma.

Beim Berufsmanagement gebe ich Werkzeuge an die Hand für Anschreiben, Bewerbung, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch.

Wieviel Sitzungen sind normalerweise notwendig?

Beim Job-Coaching mit konkreter Fragestellung reichen meist 1 – 2 Stunden.

Beim Life-Coaching, wo es in tiefergehende Veränderungen geht sollte man sich 5 – 7 Stunden nehmen, wobei dann wöchentlich 1 Stunde angesetzt wird, damit man im laufe der Woche Zeit hat die Erfahrungen/Erlebnisse/Anstösse aus dem Coaching zu verarbeiten und ggf. umzusetzen.

Wie läuft so eine Sitzung ab, wie kann ich mir das vorstellen?

Zum Start vereinbaren wir eine Zielvereinbarung, die der
Orientierung dient. Diese Vereinbarung kann sich im laufe der Sitzungen aber auch noch verändern.
Ich starte mit einer Art von Anamnese. Ich benötige Eckdaten zu Beruf, Wohnort, Familie, Krankheiten. Dadurch bekomme ich Bild von der Person und dem Umfeld. Das bewirkt beim Klienten auch oft, das Situationen und Gedanken in den Vordergrund kommen, über die lange nicht mehr nachgedacht wurde.

Bei der Methodenabfrage, kann sich klären was möglich ist, was Klient sich wünscht oder was für ihn passend ist.

Oft arbeite ich auch mit einer Aufstellung zu einem entsprechenden Thema. Das bringt den Klienten dazu selbst aktiv zu werden.

Der Klient bekommt Werkzeuge an die Hand um im laufe der Woche sein Thema zu bearbeiten. Das können Fragebögen sein, Aufgaben z. B. Potentialklärung o. ä.

Weitere Informationen unter www.coaching-monika-huisgen.de 

Danke, das war sehr interessant und hat einen Einblick in Deine Vorgehensweise geliefert.

Ulrike Deutsch (Gesundheitscoach)

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