Genussvoll dem Herbstblues trotzen

Herbst- oder Winterblues

Herbstblues oder auch Winterdepression ist eine saisonal abhängige Depression (SAD), d. h. sie tritt nur in der kalten, dunklen Jahreszeit auf. Sie ist nicht vergleichbar mit der ernsten psychischen Krankheit Depression. Der Herbstblues startet meist – wie der Name schon sagt – im Herbst und lässt im Frühjahr wieder nach. Ca. 2 – 5 % der Bevölkerung, mehr Frauen wie Männer, sind davon betroffen. Da es sich aber zum größten Teil um eine nicht vom Arzt diagnostizierte Erkrankung handelt, liegt die Dunkelziffer weit aus höher.

Das Beschwerdebild, bzw. Veränderungen die darauf hindeuten können sind:

  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit kombiniert mit vermehrtem Schlafbedürfnis
  • Gereiztheit
  • Konzentrationsstörungen
  • Extreme Stimmungsschwankungen
  • Heißhungerattacken – besonders auf Süßes
  • Gewichtszunahme
  • Vernachlässigung im Stil von sich-gehen-lassen
  • Sozialer Rückzug

Begünstigt bzw. verursacht kann er sein durch:

  • erbliche Veranlagung
  • Hormone
  • Individuelle Stressresistenz
  • Erhöhter Melatoningehalt (Schlafhormon) senkt gleichzeitig unseren Serotoninspiegel (Serotonin = Glückhormon).

Lebensmittel die sich positiv auf unsere Stimmung auswirken

Es gibt eine Reihe von Vitaminen, Nähr- und Mineralstoffen, die sich positiv gegen „trübe Stimmung“ auswirken. Ein Mangel kann Auswirkungen auf die Serotoninproduktion haben, zu Stimmungsschwankungen führen und negative Auswirkungen auf unser Nervensystem haben.

Tryptophan u. a. enthalten in Nüssen, Bananen, Tomaten, Amaranth, Buchweizen, Kürbiskernen, Kakao, Ei und Thunfisch.

Vitamin-D-3 liefern u. a. Käse, Butter, Sahne (je mehr Fett desto mehr Vitamin-D), Ei, Hering, Lebertran.

Vitamin-D-2 für Vegetarier in Avocado und Speisepilzen.

Omega-3-Fettsäuren finden wir in Lachs, Hering, Lein-, Walnuss- und Rapsöl sowie in Soja.

Vitamin-B-Komplex in Fisch, Schwein, Rind, Geflügel, Milch, Käse, Eigelb, Vollkornprodukte, Haferflocken, Kartoffel, Hülsenfrüchte, Brokkoli, Rosenkohl, Spinat, Feldsalat, Bananen, Avocados, Datteln, Nüsse und Schokolade.

Probieren Sie doch auch mal dies

Machen Sie sich einen Kräutertee, z. B. Rosmarin, Lavendel, Rosenblüten, Melisse oder Süßholzwurzel. Verwenden Sie Gewürze wie Zimt, Kurkuma oder Safran.

Eine New Yorker Krebsklinik konnte in einer Studie belegen, dass Vanille Angstgefühle reduzieren kann. Probieren Sie doch mal Vanillearoma in Badewasser, Kaffee oder einem leckeren Dessert.

Es ist ja schon länger bekannt, dass sich eine mediterrane Ernährung positiv auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und kognitive Beeinträchtigungen auswirkt, jedoch hat eine Studie von Dr. Vicent Balanza (Universität Valencia) herausgefunden, dass sie auch unterstützend und vorbeugend bei Depressionen bzw. anderen psychischen Gesundheitsproblemen wirkt.

Zusammengefasst

Man kann über die Ernährung alleine keine Defizite abfangen um eine Winterdepression zum Verschwinden zu bringen. Sie kann vorbeugend helfen und uns das Gefühl geben, wir können selber ohne viel Aufwand etwas für uns tun. Halten Sie Ihren Teller abwechslungsreich, bunt und in Maßen gefüllt, dann haben Sie schon einmal einen Grundstein gegen trübe Stimmung gelegt.


Autorin

Ulrike Deutsch Gesundheitsberaterin

Anregungen und Fragen gerne gerne per Mail an deutsch@unisana-koeln.de

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