Entspannungstechniken-PME

Lassen Sie die Muskeln spielen!

Es gibt eine Reihe von Entspannungstechniken. Die möchte ich nach und nach kurz vorstellen. Starten tue ich mit meinem persönlichen Favoriten der progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen, kurz PME. Da ich ein bewegungsfreudiger und sehr aktiver  Typ bin, ist das für mich genau richtig. Ich brauche nicht nur still zu sitzen oder liegen und meine Gedanken zu “beobachten”, sondern ich kann Muskeln betätigen und dann wahrnehmen, wie sich das anfühlt.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen

Der amerikanische Arzt und Wissenschaftler Edmund Jacobsen hat in zahl-reichen und umfangreichen Untersuchungen/Studien belegt, dass es einen Zusammen¬hang zwischen übermäßiger muskulärer Anspannung und den unterschiedlichen körperlichen und seelischen Erkrankungen gibt. Er konnte Einfluss auf Ver¬dauungsstörungen, Herzbeschwerden, Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Ängste nachweisen.

Was ist Progressive Muskelentspannung?

dieses Foto zeigt eine schlafende KatzeBei dieser Entspannung ist nicht gemeint, ich entspanne beim Hören von Musik oder treibe Sport etc. – dies hilft um “abzuschalten”, auf andere Gedanken zu kommen.

Das hat nichts mit Muskelentspannung im wissenschaftlichen Sinne zu tun.
Bei der progressiven Muskelentspannung erreicht man eine schrittweise (progressive) Anspannung und Lockerung von Muskelgruppen. Die Anspannung und Entspannung dient vor allem dazu, den Schwerpunkt der Aufmerksamkeit auf den erhöhten Muskeltonus (Spannung) zu legen. Die Wahrnehmung wird geschult und die Spannung kann dann unter das ursprüngliche Niveau gesenkt werden.

Durch die bewusste Anspannung und Lockerung wird die Konzentration auf die Körperempfindungen erreicht.

Durch regelmäßiges Praktizieren entwickelt sich ein Lernprozess, der es einem ermöglicht den Muskel soweit zu entspannen wie man möchte. Die Körperwahrnehmung für Verspannungen wird verbessert, frühzeitiges Bemerken ermöglicht frühes Lösen von Verspannungen.

Wir werden wohl im Wachzustand nie so “gelöst sein” wie die Katze, aber ein Versuch ist es wert!

Wie arbeitet der Muskel?

Wir haben in unserem Körper quergestreifte und glatte Muskulatur. Wobei nur die quergestreifte willkürlich beeinflussbar ist, sie befindet sich in unserem Bewegungsapparat. Die glatte Muskulatur ist nicht beeinflussbar (Organe, Blutgefäße).

Die Muskelspannung ist unterschiedlich.

  • Finger oder der Ellbogen z. B. sind immer leicht gebeugt und nicht gestreckt.
  • Der Unterkiefer würde nach unten sinken, wenn die Spannung der Kaumuskulatur ihn nicht halten würde.

Muskeln ermöglichen uns die Fortbewegung und das Aufrechthalten. Kopf-Nacken-Rücken, Oberschenkel- und Wadenmuskulatur sind dauernd in Aktion, sonst würden wir zusammenfallen.

Stellen Sie sich eine Marionette vor – hängt sie irgendwo am Haken, hält sie zwar die Form ist aber starr. Wenn ich sie an den Fäden halte „steht sie“ und kann sich so wie ich es will – mehr oder weniger – bewegen.

Wir erlangen durch PME die Möglichkeit selbst zu bestimmen, wie viel Muskelspannung wir wollen und zulassen.

Und auch nicht zu unterschätzen ist: Bei reger Muskelaktivität wird viel Energie verbraucht. Wertvolle Energie, die wir für die „Nerven“ brauchen. Wenn wenig Energie zur Verfügung steht, hat das Auswirkungen auf unser Befinden. Das heißt so angespannter wir sind, so unzufriedener, wütender, aggressiver können wir reagieren, das kann sich bei jedem Einzelnen anders äußern.

Wenn Sie jemand sind, der gerne aktiv Entspannung erleben möchte, dann könnte die PME das richtige für Sie sein.

Möchten Sie es mal ausprobieren, dann ist vielleicht der Entspannungs-Potpourri etwas für Sie ….

Kurseinstieg jederzeit möglich immer dienstags um 18:15 Uhr


Autorin

Ulrike Deutsch Gesundheitsberaterin

Anregungen und Fragen gerne gerne per Mail an deutsch@unisana-koeln.de

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