Bin ich wirklich krank?

dieses Foto zeigt einen Mann der sich den Kopf hält

Psychosomatische Erkrankungen

Psychosomatik ist das Zusammenspiel von Körper und Psyche. Wenn wir unter Stress stehen oder Belastungen ausgesetzt sind kann das u.a. zu negativen Gefühlen, ängstlichen Zuständen, Unruhe, Aufgeregteheit u.ä. führen, die mit Herzklopfen, Magenbewegungen, Gefäßerweiterungen bis zu Hormonausschüttungen gehen. Wenn wir dann über unsere Situation immer wieder grübeln und uns innerlich aufreiben, dauern diese körperlichen Reaktionen über längere Zeit an, und verursachen dann körperliche Beschwerden wie z. B.:

Spannungskopfschmerzen
Sodbrennen
Magendruck
Rückenschmerzen
Schulter-Nacken-Schmerzen
Reizdarm

Irgendwann fühlen wir uns so krank, dass wir zum Arzt gehen. Doch meist ist dieser Besuch und die Untersuchungen die man durchläuft ernüchternd bzw. deprimierend. Es kann oft keine organische Ursache für die Beschwerden ausgemacht werden, man bekommt Medikamente und soll sich melden, wenn es nicht besser wird. Dann beginnt der Lauf im Hamsterrad. Die Medikamente helfen nur bedingt, die Nebenwirkungen bescheren einem im schlimmsten Fall noch weitere Beschwerden und wirklich 100%ig gesund fühlt man sich trotzdem nicht. Kann ja auch nicht, denn man hat ja nicht die Ursache, sondern nur das Symptom behandelt. Und die Schleife dreht sich weiter.

Was tun?

1. Sollten Sie, wenn der Arzt keine konkrete Ursache für die Beschwerden findet, mal einen Gesamt-Scan machen. Nehmen Sie sich dazu etwas Zeit, und halten es wenn möglich auch schriftlich fest. Sie können dann auch direkt die Empfindungen notieren.

Sie selbst:

Was beschäftigt sie so, dass sie nicht zur Ruhe kommen?dieses Foto zeigt einen Kompass
Welche Gedanken kommen immer wieder, wie ein Bumerang?
Wie fühlen sie sich dabei?
Was geht dann in Ihnen vor?
Merken Sie dann auch direkt körperliche Reaktionen?

Berufliches Umfeld:

Fühlen sie sich an ihrem Arbeitsplatz wohl?
Wie kommen sie mit den Kollegen/Vorgesetzten klar?
Sind sie ihrer beruflichen Tätigkeit noch immer gewachsen?
Fühlen sie sich unter- oder überfordert?
Ist ihr Gehalt stimmig mit ihrer Tätigkeit?

Privates Umfeld:

Sind sie mit ihrem jetzigen Zustand im Leben zu frieden?
Machen sie in der Freizeit etwas, worauf sie sich den ganzen Tag oder die Woche freuen, bis sie endlich loslegen können?
Gehe sie gerne nach Hause?
Ist ihr Wohnort/Nachbarschaft angenehm?

Familiäres Umfeld:

Wie ist ihre Partnerschaft? Das Verhältnis zu den Kindern? Verhältnis zu Eltern/Geschwistern?
Gibt es belastende Situationen in der Familie? (Streit/Krankheit/Trennung/Tod)
Gibt es finanzielle Probleme?

Wenn da irgend etwas dabei ist, wo sich schon beim drüber Nachdenken ihre Beschwerden bemerkbar machen wie z. B. Magendruck, Verspannungen oder … Dann haben Sie die Ursache schon einmal eingegrenzt und können das als Ausgangspunkt nehmen.

2. Haben sie die Möglichkeit an dem Problem, an der Situation eigenständig etwas zu ändern?

a) Wenn ja, dann machen sie sich am besten einen „Schlacht-Plan“ wie die Veränderung aussehen könnte. In welchem Zeitraum lässt sich die Situation ändern? Was ist zu beachten, müssen sie dazu andere Personen einbeziehen?dieses Foto zeigt Hände

b) Wenn nein, wen oder was benötigen sie um die Situation zu verändern? Notieren sie sich ihre Fragen dazu. Informieren sie sich z. B. über Foren, Internet, fragen sie Freunde/Bekannte, ob sie Tipps haben. Kann ihnen professionelle Beratung helfen?

3. Parallel dazu sollten sie ihre Beschwerden behandeln. Wenn ihr Arzt ihnen Medikamente gegeben hat, sollten sie damit starten, sofern sie sich dabei wohl fühlen und sich das für sie richtig anfühlt. Es ist wichtig, dass sich das für sie gut anfühlt!dieses Foto zeigt Tabletten

4. Können die Beschwerden auch mit anderen Mitteln, Hilfsmitteln verbessert werden? Was könnte das für sie sein?
Pflanzliche Mittel
Entspannungstechniken
Naturheilverfahren
Anwendungen
Ernährungsumstellung

Fazit

Wenn man sich mit der gesamten Situation – Ursache und Beschwerden – in allen Facetten auseinandersetzt und seine Möglichkeiten durchspielt, bringt das schon eine Verbesserung. Man fühlt sich dann nicht mehr so blockiert oder ausgeliefert. Das gibt einem ein gutes Gefühl, dass sich zum einen positiv auf die körperlichen Reaktionen auswirkt und zum anderen den psychischen Druck mindert, da man sich kompetent und selbstständig fühlt.

 

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Ihre

Ulrike Deutsch


Autorin

Ulrike Deutsch Gesundheitsberaterin

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